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Geschäftsbericht 2014

Bericht des Aufsichtsrats

Dr. Simone Bagel-Trah, Vorsitzende des Gesellschafterausschusses und des Aufsichtsrats

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Freunde des Unternehmens,

Wir sehen uns für die Herausforderungen des vor uns liegenden Geschäftsjahres gut gerüstet und sind zuversichtlich, unsere Ziele zu erreichen.

Dr. Simone Bagel-Trah Vorsitzende des Gesellschafterausschusses und des Aufsichtsrats

in einem schwierigen Marktumfeld, das durch eine hohe Volatilität unserer Märkte, den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sowie anhaltende politische Unruhen in Nahost gekennzeichnet war, hat unser Unternehmen das Geschäftsjahr 2014 erfreulich abgeschlossen. Hierzu haben alle unsere Unternehmensbereiche mit einem organischen Umsatzwachstum und einer deutlichen Steigerung der Ertragskraft beigetragen.

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Henkel möchte ich im Namen des Aufsichtsrats für ihren engagierten Einsatz danken. Der Dank gilt gleichermaßen den Mitgliedern des Vorstands, die das Unternehmen erfolgreich durch diese schwierigen Zeiten geführt haben. Unseren Arbeitnehmervertretern und Betriebsräten gilt mein Dank für ihre stets konstruktive Begleitung der Unternehmensentwicklung.

Schließlich möchte ich mich auch bei Ihnen, unseren Aktionärinnen und Aktionären, dafür bedanken, dass Sie im vergangenen Jahr unserem Unternehmen wiederum Ihr Vertrauen geschenkt haben.

Kontinuierlicher Dialog mit dem Vorstand

Die uns als Aufsichtsrat nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben haben wir auch im Geschäftsjahr 2014 ordnungsgemäß wahrgenommen. Insbesondere haben wir die Arbeit des Vorstands sorgfältig und regelmäßig überwacht und ihn bei der Leitung und strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens sowie bei wesentlichen Entscheidungen beratend begleitet.

Auch 2014 war die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat durch einen intensiven und vertrauensvollen Austausch gekennzeichnet. So hat uns der Vorstand regelmäßig und zeitnah in schriftlicher und mündlicher Form über die wesentlichen Belange des Unternehmens und der Konzerngesellschaften ausführlich unterrichtet. Erläutert wurden hierbei insbesondere die Geschäftslage und -entwicklung, die Geschäftspolitik, die Rentabilität, die kurz- und langfristige Unternehmens-, Finanz- und Personalplanung sowie Investitionen und organisatorische Maßnahmen. Im Rahmen der Quartals-Berichterstattung wurden jeweils Umsatz und Ergebnis für den Henkel-Konzern insgesamt und in den Gliederungen nach Unternehmensbereichen und Regionen dargestellt. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den Berichten kritisch auseinanderzusetzen.

Auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen standen der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und ich als Vorsitzende des Aufsichtsrats in einem regelmäßigen Informationsaustausch mit dem Vorsitzenden des Vorstands. Hierdurch war gewährleistet, dass wir stets über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert waren. Über die wesentlichen Belange wurden die übrigen Mitglieder spätestens in der folgenden Aufsichtsrats- beziehungsweise Ausschusssitzung unterrichtet.

Im Geschäftsjahr 2014 fanden jeweils vier turnusmäßige Sitzungen des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses statt. Die Präsenz bei den Aufsichtsrats- beziehungsweise Ausschusssitzungen lag im Berichtsjahr bei durchschnittlich 97 Prozent beziehungsweise 88 Prozent. Kein Mitglied hat an weniger als der Hälfte der Aufsichtsrats- beziehungsweise Ausschusssitzungen teilgenommen.

Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen sind und über deren Behandlung die Hauptversammlung zu informieren ist, lagen nicht vor.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen

In allen Sitzungen haben wir die Berichte des Vorstands besprochen und mit ihm die Entwicklung des Unternehmens sowie strategische Fragen diskutiert. Auch haben wir jeweils die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Geschäftsentwicklung von Henkel erörtert.

Schwerpunkte unserer Sitzung am 28. Februar 2014 waren der Jahres- und Konzernabschluss 2013 einschließlich des Risikoberichts und des Berichts zur Corporate Governance / Unternehmensführung, die Entsprechenserklärung 2014 und unsere Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung 2014 sowie die Ergebnisse der Überprüfung der Effizienz des Aufsichtsrats. Hierüber haben wir im letzten Geschäftsbericht ausführlich berichtet. Auch haben wir uns in dieser Sitzung mit der Errichtung einer eigenständigen Supply-Chain-Gesellschaft befasst.

In unserer Sitzung am 4. April 2014 haben wir neben der allgemeinen Geschäftsentwicklung in den ersten Monaten und der Entwicklung unserer Geschäfte in Nordamerika schwerpunktmäßig die Entwicklung der Unternehmensbereiche in der Region Afrika/Nahost behandelt. Intensiv haben wir hierbei die Prioritäten und Maßnahmen unserer Unternehmensbereiche anhand der vier strategischen Prioritäten Outperfom, Globalize, Simplify und Inspire diskutiert.

Themenschwerpunkte unserer Sitzung am 19. September 2014 waren die künftigen Projekte und deren Implementierung unserer neuen Einheit Integrated Business Solutions, in der unsere IT-Organisation sowie unsere Shared Services zusammengefasst sind. Diese zielen darauf ab, durch eine fortlaufende Standardisierung von Technologien, Strategien und Prozessen die Prozessqualität und -transparenz weiter zu verbessern. Beispielhaft behandelt wurden das Stammdaten- und Lieferantenmanagement sowie die Standardisierung von IT-Systemen, die zu einer deutlichen Vereinfachung unserer Systemlandschaft führt. Darüber hinaus haben wir uns in dieser Sitzung auch ausführlich mit der Geschäftsentwicklung sowie den Prioritäten und Maßnahmen unserer Unternehmensbereiche in Osteuropa sowie mit den politischen Entwicklungen in der Ukraine und Russland und deren Auswirkungen befasst.

Im Fokus unserer Sitzung am 12. Dezember 2014 standen die Erwartungswerte für 2014 sowie unsere Finanz- und Bilanzplanung für das Geschäftsjahr 2015 nebst den entsprechenden Planungen unserer Unternehmensbereiche, die wir auf der Grundlage umfangreicher Unterlagen ausführlich erörtert haben. Auch haben wir uns mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie und dem Fortschritt in den drei strategischen Prinzipien Produkte, Partner und Mitarbeiter befasst.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Um die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben effizient wahrzunehmen, haben wir einen Prüfungsausschuss sowie einen Nominierungsausschuss eingerichtet. Der im Berichtsjahr amtierende Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Herr Prof. Dr. Theo Siegert, erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung. Bezüglich der Zuständigkeiten und Zusammensetzung der Ausschüsse verweise ich auf den Bericht zur Corporate Governance / Unternehmensführung sowie auf die Aufstellung hier.

Tätigkeit der Ausschüsse

Nach der Wahl durch die Hauptversammlung 2014 beauftragte der Prüfungsausschuss den Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie mit der prüferischen Durchsicht der Zwischenfinanzberichte für das Geschäftsjahr 2014 und legte dabei das Prüfungshonorar sowie die Prüfungsschwerpunkte fest. Hierbei überzeugte sich der Prüfungsausschuss erneut von der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Prüfungsausschuss erklärt, dass keine Umstände vorlägen, die Anlass gäben, seine Befangenheit anzunehmen.

Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr viermal. Die Sitzungen und Beschlussfassungen wurden durch Berichte und andere Informationen des Vorstands vorbereitet. Über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschusssitzungen hat der Ausschussvorsitzende das Plenum jeweils zeitnah und umfassend unterrichtet.

Schwerpunktmäßig haben wir uns in allen Sitzungen des Prüfungsausschusses mit der Rechnungslegung der Gesellschaft und des Konzerns einschließlich der Zwischenfinanzberichte (Quartals- und Halbjahresberichte) befasst und diese mit dem Vorstand diskutiert. An den drei Sitzungen, in denen wir die Zwischenfinanzberichte erörtert und gebilligt haben, nahm auch der Abschlussprüfer teil und berichtete über die Ergebnisse der jeweiligen prüferischen Durchsicht sowie über alle für die Arbeit des Prüfungsausschusses wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse. Es gab keine Beanstandungen.

Vertieft hat sich der Prüfungsausschuss auch mit dem Rechnungslegungsprozess sowie mit der Wirksamkeit des internen konzernweiten Kontroll- und Risikomanagementsystems und dessen Weiterentwicklung befasst. Darüber hinaus nahm der Prüfungsausschuss die Statusberichte des General Counsel & Chief Compliance Officers sowie des Leiters der Internen Revision entgegen und verabschiedete den Prüfungsplan der Internen Revision, der sich auch auf die Prüfung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und der Compliance-Organisation erstreckt.

Unter Teilnahme des Abschlussprüfers erörterte der Prüfungsausschuss in seiner Sitzung am 2. März 2015 den Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 einschließlich der Prüfungsberichte, den entsprechenden Gewinnverwendungsvorschlag sowie den Risikobericht und bereitete die entsprechenden Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor. Darüber hinaus sprach er eine Empfehlung an den Aufsichtsrat zu dessen Vorschlag an die Hauptversammlung für die Wahl des Abschlussprüfers für 2015 aus. Dazu wurde erneut eine Erklärung des Abschlussprüfers zu seiner Unabhängigkeit eingeholt – unter Darlegung der im Geschäftsjahr 2014 erbrachten sowie der für das Geschäftsjahr 2015 vorgesehenen nicht prüfungsbezogenen Dienstleistungen. Es bestanden keine Umstände, die eine Befangenheit des Abschlussprüfers vermuten lassen. An dieser Bilanzsitzung des Prüfungsausschusses nahmen – wie in den Vorjahren – auch weitere Mitglieder des Aufsichtsrats als Gäste teil.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat beschäftigte sich auch im Jahr 2014 mit Fragen der Corporate Governance. Details zur Corporate Governance der Gesellschaft können dem Bericht zur Corporate Governance / Unternehmensführung entnommen werden, den wir uns inhaltlich zu Eigen machen.

In der Sitzung am 2. März 2015 haben wir die gemeinsame Entsprechenserklärung von Vorstand, Gesellschafterausschuss und Aufsichtsrat zum Deutschen Corporate Governance Kodex für 2015 diskutiert und verabschiedet. Der vollständige Wortlaut der aktuellen sowie der vorherigen Entsprechenserklärungen ist auf der Internetseite der Gesellschaft eingestellt.

Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Henkel AG & Co. KGaA wurden vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt, der Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie nach den ergänzend nach Paragraf 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Der vorliegende Konzernabschluss befreit von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss nach deutschem Recht aufzustellen.

Die von der Hauptversammlung zum Prüfer der Abschlüsse 2014 gewählte KPMG hat den Jahresabschluss 2014 der Henkel AG & Co. KGaA und den Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte geprüft. Die KPMG hat die Prüfung in Übereinstimmung mit Paragraf 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Der Jahres- und der Konzernabschluss wurden jeweils ohne Einschränkungen testiert.

Nach der Beurteilung der KPMG vermittelt der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Henkel AG & Co. KGaA zum 31. Dezember 2014 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr. Der Konzernabschluss vermittelt in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach Paragraf 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Henkel-Konzerns zum 31. Dezember 2014 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr.

Jahresabschluss und Lagebericht, Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns der Henkel AG & Co. KGaA lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Diese Unterlagen haben wir geprüft und in der Sitzung am 2. März 2015 im Beisein des Abschlussprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen berichtete, erörtert. Die Berichte des Abschlussprüfers haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses unterrichtete uns in der Plenumssitzung ausführlich über die Behandlung des Jahresabschlusses und Konzernabschlusses im Prüfungsausschuss. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung sind gegen vorgenannte Unterlagen keine Einwendungen zu erheben; den Ergebnissen der Abschlussprüfung haben wir zugestimmt. Die vom Vorstand getroffene Einschätzung der Lage von Gesellschaft und Konzern stimmt mit unserer Einschätzung überein. Wir haben den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss sowie die Lageberichte in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Prüfungsausschusses in unserer Sitzung am 2. März 2015 gebilligt.

Den Vorschlag des Vorstands, den Bilanzgewinn der Henkel AG & Co. KGaA zur Zahlung einer Dividende von 1,29 Euro je Stammaktie und von 1,31 Euro je Vorzugsaktie zu verwenden und den Restbetrag sowie den Betrag, der auf die von der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Hauptversammlung gehaltenen eigenen Aktien entfällt, auf neue Rechnung vorzutragen, haben wir erörtert und gebilligt. Hierbei haben wir die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, die mittelfristige Finanz- und Investitionsplanung sowie die Interessen der Aktionäre berücksichtigt.

In unserer Sitzung am 2. März 2015 haben wir unter Berücksichtigung der Empfehlung des Prüfungsausschusses zur Wahl des Abschlussprüfers auch unsere Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung verabschiedet.

Risikomanagement

Neben dem Prüfungsausschuss hat sich auch der gesamte Aufsichtsrat mit Fragen des Risikomanagements befasst. Der Schwerpunkt lag hierbei auf dem Risikomanagementsystem bei Henkel, wobei wir uns über größere Einzelrisiken berichten ließen; bestandsgefährdende Risiken waren nicht erkennbar. Die Struktur und Funktion des Risikofrüherkennungssystems wurde auch im Rahmen der Abschlussprüfung von der KPMG geprüft, und zwar ohne Beanstandungen. Nach unserer Auffassung entspricht das Risikomanagementsystem den gesetzlichen Anforderungen und ist geeignet, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand

Im Aufsichtsrat und im Vorstand gab es im Berichtsjahr keine Veränderungen.

Das vor uns liegende Geschäftsjahr 2015 wird erneut Herausforderungen an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und an die Unternehmensführung stellen. Wir sehen uns auf der Grundlage unserer erzielten Fortschritte hierfür gut gerüstet und sind zuversichtlich, unsere Ziele zu erreichen.

Wir danken Ihnen, dass Sie uns auf diesem Weg vertrauensvoll begleiten.

Düsseldorf, 2. März 2015

Für den Aufsichtsrat

Dr. Simone Bagel-Trah
(Vorsitzende)